Mit Anfang 30 sah es so aus, als ob meine Träume in Erfüllung gehen sollten, denn ich wollte Journalistin werden. Ich hatte einen Vertrag als Volontärin beim Hessischen Rundfunk in der Tasche und war mit einem Mann zusammen, mit dem ich auf eine gemeinsame Zukunft hoffte. Doch schon nach ein paar Wochen in dem neuen Job ging bei mir nichts mehr, ich war von all den unterschiedlichen Anforderungen an mich hoffnungslos überfordert. Ich wollte das alles nicht wahrhaben, kämpfte mich weiter zur Arbeit.
Mein Partner sah mir hilflos zu und machte mit seinen gut gemeinten Ratschlägen alles noch viel schlimmer.
Schule und Studium hatte ich mit sehr guten Noten ohne große Umwege abgeschlossen. Doch meine Leistungsstrategien funktionierten nicht mehr.
Das stürzte mich in eine tiefe Sinn- und Lebenskrise, die auch meinen Partner überforderte. Jetzt zeigte sich, wie brüchig unser gemeinsamer Boden war, und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis wir uns trennten.
Statt erfolgreich in meinem Traumberuf und auf dem Weg zu einer glücklichen Familie fand ich mich in einer Reha in einer psychosomatischen Klinik. So richtig begreifen, konnte ich das alles erstmal nicht.
Glücklicherweise gab es aber schon damals einen Teil in mir, der das alles verstehen wollte, und der wurde mein Antrieb.
Ich machte viele Weiterbildungen: NLP, Familienaufstellungen, Hypnose, Coaching, Gestalttherapie, Heilpraktikerin für Psychotherapie...
Und dabei lernte ich nicht nur die Hintergründe meiner damaligen Krise immer besser kennen, sondern entdeckte meine Leidenschaft für den liebevoll achtsamen Blick hinter die Kulissen und meine Fähigkeiten als Coach und Therapeutin.
Heute habe ich viel Verständnis für mich und andere, stelle Wachsenlassen und Vertrauen vor zu viel Wollen, und liebe es, auch mal Fünf gerade sein zu lassen und einfach herzlich über mich zu lachen.
Wichtige Stationen:
Weiterbildungen und Abschlüsse :